Investigative Tech-Reporterin Republik & Dnip.ch Eigener Blog: techjournalismus.ch Interests: # Netzpolitik # Privacy # InfoSec # DigitaleEthik # Technology Awards for the years: 2018, 2020, 2021, 2023 and 2024. And: # cats # chess # music # redwine
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Verfahren: Republik versus Amazon 2:0 😎 💥 🍿 🎉
Da sich auch die Bundesangestellten immer mehr fragen, warum Amazon sich so sehr gegen Transparenz und gegen die Veröffentlichung der Rahmenverträge wehrt...und das auch dazu führt, dass geplante Zuschläge wieder zurückgezogen werden, hat der IT-Konzern von Jeff Bezos seinen Widerstand endlich aufgegeben.
Und will sich auf die "konstruktive Zusammenarbeit" mit der Bundesverwaltung konzentrieren 😉
Der Rahmenvertrag werden wir in Kürze erhalten, publizieren und die Bundeskanzlei darf ihn dann auch veröffentlichen.
Warum das wichtig ist: Die Bundesämter arbeiten «nur» mit Microsoft und Amazon zusammenarbeiten (nicht mit Oracle, IBM und Alibaba). So laufen zurzeit Zoll-Apps auf der Cloud von Amazon und das Organspenderegister auf der Microsoft-Cloud. Und sie werden noch eine Weile dort bleiben.
Der Grund: Die vom Bundesamt für Informatik und Telekommunikation geplante grosse Swiss Government Cloud SGC ist noch nirgends; es gab noch nicht einmal eine Ausschreibung dafür. Damit Anwendungen wie die Zoll-Apps nicht plötzlich abgeschaltet werden, hat die Bundeskanzlei die Rahmenverträge mit den amerikanischen und chinesischen Konzernen nochmals um fünf Jahre verlängert.
Umso wichtiger ist es für die Öffentlichkeit und die Schweizer Bevölkerung, zu erfahren, was genau in den Rahmenverträgen zwischen Bund und Big-Tech-Konzernen steht.
In meinem nächsten Artikel werde ich diese Verträge gemeinsam mit unbefangenen IT Beschaffungsjurist:innen nun im Detail studieren.
Alle Details hier: https://www.republik.ch/2026/03/23/amazon-gibt-auf
Fazit: Die Republik reüssierte in diesem Kampf für Transparenz.
Das ist eine gute Nachricht für den Schweizer Rechtsstaat und die Demokratie.
Einziger Wermutstropfen: Das ganze Theater von Big Tech rund um die Veröffentlichung von Verträgen kostete die Steuerzahler eine Viertelmillion Franken.